Blitzschutz für Photovoltaik (PV) bzw. Solaranlagen
Da die Investition in eine Solaranlage bzw. Photovoltaikanlage mit sehr hohen Kosten verbunden ist, spielt der Schutz solcher Solaranlagen eine sehr große Rolle. Solaranlagen – Betreiber sind gut beraten einige wesentlichen Punkte schon bei der Planung zu berücksichtigen. Die Erfahrung zeigt leider, dass Gewitter auch vor bspw. Photovoltaikanlagen keinen Halt machen, denn es kommt immer wieder zu Blitzeinschlägen. Für so manchen Photovoltaikanlagen – Betreiber kann ein Blitzschaden leicht die gesamte Existenz in Gefahr bringen. Zunächst kann davon ausgegangen werden, dass durch die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach die Wahrscheinlichkeit eines Blitzeinschlages nicht erhöht wird. Man spricht in diesem Fall von einem direkten Blitzeinschlag. Bei dieser Art eines Blitzeinschlages kann die Solaranlage bzw. die Solarmodule erhebliche Schäden davontragen. Als Schutz vor einem direkten Blitzeinschlag findet eine äußere Blitzschutzanlage Verwendung, die üblicherweise beim Bau eines Hauses installiert wird. Allerdings sollte bei einer nachträglichen Installation einer Photovoltaikanlage auch das Blitzschutz – Konzept überarbeitet werden bzw. die Photovoltaikanlage sollte in den Schutz des Hauses vor einem Blitzeinschlag integriert werden. Eine häufiger auftretende Gefahr für technische Geräte und in diesem Fall insbesondere die Elemente der Photovoltaikanlage (Wechselrichter, PV – Generator etc.) stellen sog. Indirekte Blitzeinschläge dar. Hier schlägt der Blitz nicht direkt im Haus ein sondern irgendwo in der Umgebung. Wenn z.B. ein Blitz im Erdreich einschlägt kann es vorkommen, dass dieser über Wasserleitungen oder Kabelleitungen den Weg ins heimische Stromnetz finden. Da Blitze enorme Spannungen von mehreren hunderttausend Volt erzeugen können, kann man sich leicht vorstellen, welche Schäden auch ein indirekter Blitzeinschlage anrichten kann. Um einem derartigen Schaden vorzubeugen, empfiehlt es sich einen gestaffelten Überspannungsschutz von einem Elektrofachmann installieren zu lassen. Dieser wird an den gefährdeten Stellen, wie z.B. am Solargenerator sowie an der Netzeinspeisestelle installiert. Bei Wechselrichtern neuerer Bauart sind meist schon gewisse Schutzvorrichtungen installiert, die im Falle eines Blitzeinschlages die schlimmsten Gefahren bannen. Oftmals kommt es vor, dass nach einem Blitzschaden die Versicherer den ausreichenden Schutz der Blitzschutzanlage beanstanden, und daher nicht für auftretende Schäden zahlen müssen. Im Vergleich zu einem durch einen Blitzeinschlag verursachten Schaden sind die Kosten für eine hinreichende Blitzschutzeinrichtung sehr gering und deshalb auch sehr empfehlenswert. Weiterhin sollten Photovoltaikanlagen evtl. in bestehende Versicherungen miteingebunden werden bzw. mit dem geeigneten Versicherer ein Konzept zur optimalen Absicherung der Photovoltaikanlage ausgehandelt werden. Zwar ist es nicht zwingend erforderlich z.B. die Solarmodulrahmen und weitere Konstruktionselemente zu erden, dennoch empfiehlt es sich derartige Vorkehrungen zu treffen. Wenn bereits eine Blitzschutzanlage am Haus installiert ist, können diese Elemente vom Fachhandwerker problemlos mit angeschlossen werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten sich PV – Anlagenbetreiber über den Aspekt des optimalen Schutzes der Photovoltaikanlage bei hierfür spezialisierten Fachfirmen erkundigen, um im Falle eines Schadens keinen wirtschaftlichen Schaden zu erleiden.
