Solaranlagen: Das sollte man wissen

Ist es eine einfache Wahlstrategie oder nun doch ein Thema, dessen Brisanz endlich auch die Politik erreicht hat: Die Aussetzung der Atomkraftwerke in Deutschland. Die katastrophalen Zwischenfälle in Japan und auch die Libyen-Krise mit deren Ölpreis-Anstieg infolge übertrumpfen jegliche Problematik der ohnehin bereits stetig steigenden Energiekosten und der Brisanz der noch immer offenen Frage des langfristigen Klimaschutzes.

Nun ist es wohl auch in kleinen Gesprächskreisen das beherrschende Thema schlechthin: Die Stromgewinnung aus Atomkraft – die in Deutschland im Jahr 2010 an zweiter Stelle hinter der Energiegewinnung aus Braunkohle immerhin noch rund 23 Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung betrug und damit einen erheblichen Anteil übernimmt – und die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energiequellen, die nur mehr eine Zukunft von überschaubarer Dauer haben kann.

SolaranlagenWie lange braucht man in Deutschland noch die Atomkraft, bis der gesamte Bedarf an elektrischer Energie aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann? Wie lange können wir noch auf die fossilen Brennstoffe uneingeschränkt zurückgreifen? Können wir den Strom nicht schon jetzt auch aus anderen Quellen gewinnen?  Keine Frage: Auch aufgrund der CO2-Emmission und damit für den Klimaschutz kann und darf die Abhängigkeit von der Atomkraft als Energiequelle, aber auch von den fossilen Brennelementen wie Braunkohle, Steinkohle, Erdöl und Erdgas keine Zukunft haben.

Ein neuer Trend: Unabhängigkeit mittels Solaranlage

In deutschen Haushalten geht der Trend rasch in eine andere Richtung: Den Strom für den eigenen Haushalt möchte man am liebsten selbst produzieren und damit unabhängig vom öffentlichen Stromnetz und dabei gleichermaßen umweltfreundlich sein.

Doch welche Alternativen aus den erneuerbaren Energiequellen kommen in Frage, um in absehbarer Zukunft den eigenen Strom selbst herstellen zu können? Neben der Stromgewinnung aus Windenergie, einer Wärmepumpe oder der Pellets-Zentralheizung ist die Stromerzeugung aus Sonnenlicht mittels Solaranlage aktuell hoch gepriesen. Der Anteil des aus Solarenergie gewonnenen und in das öffentliche Netz eingespeisten Stroms ist gerade erst in den vergangenen Jahren rapide gestiegen.

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Neben teils riesigen Solarparks und Kollektorflächen oder einigen Haushalten mit Solarmodulen auf dem Hausdach begegnen uns in unserem Alltag inzwischen sogar auch schon zahlreiche Geräte, die zunehmend mit dem Strom versorgt werden, der aus dem Sonnenlicht gewonnen wird: Vom Parkscheinautomaten über Gartenleuchten bis hin zu Teichpumpen.

Fragen & Antworten rund um die Solaranlage

  • Wie schwierig oder wie einfach ist es dann, Energie für das öffentliche Stromnetz oder zur Warmwasseraufbereitung zu produzieren?
  • Und was bedeutet es überhaupt, den „Strom aus Sonnenlicht zu erzeugen“?
  • Welche Kosten kommen auf den Betreiber zu?
  • Welche Förderungen erhält man vom Staat?
  • Welche Anlage und in welcher Größe kommt für den eigenen Bedarf in Frage?
  • Und vor allem: Wie funktioniert eine Solaranlage überhaupt?
  • Wo liegt der Unterschied zwischen Solaranlage und Photovoltaikanlage?

Eines ist jedenfalls sicher: Die Sonne als Energielieferanten zu nutzen ist in jedem Fall einer der klügsten Wege in diese Richtung – denn sie ist kostenlos und umweltfreundlich!

Wären alle nach Süden ausgerichteten Dachflächen von deutschen Einfamilienhäusern mit Solaranlagen ausgestattet, könnte damit über die Hälfte des Energiebedarfs in Deutschland gedeckt werden.

Und der erzielte Erfolg verspricht auch bei abweichenden Bedingungen gute Aussichten: Bei guter Sonneneinstrahlung könnten je nach Standort circa 1.100 Kilowattstunden pro Quadratmeter durch die Einstrahlung des Tageslichts gewonnen werden.

Eines ist sicher: Die Thematik der Energiegewinnung aus Sonnenlicht ist aktueller denn je. Wussten Sie, dass im Haushalt einer durchschnittlichen deutschen Familie mehr als 90 Prozent des Energieverbrauchs auf die Erzeugung von Wärme fällt?

Attraktive Finanzierungsangebote sowie hoch gepriesene Fördermöglichkeiten durch den Staat und eine garantierte Lebensdauer von mindestens 20 Jahren durch den Hersteller sind nunmehr auch für jeden einzelnen Strom- und Wasserverbraucher schmackhaft geworden!

Solaranlage errichten

Die Errichtung einer Solaranlage lohnt sich bereits ab einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt und bedarf keiner Baugenehmigung – ihre Montage nimmt gerade einmal zwei bis drei Tage in Anspruch. Gerade auch wenn eine grundlegende Renovierung oder die Erneuerung der Heizungsanlage bevorsteht, aber auch von künftigen Bauherren sollte die Errichtung einer Solaranlage in Betracht gezogen werden. Ausführliche Beratungsgespräche durch Fachpersonal bringen Ihnen übrigens wertvolle Tipps – natürlich einerseits zur Errichtung, andererseits birgen die Gespräche durch fachlich kompetente Berater zusätzlich noch Einspartipps beim Wasser- oder Stromverbrauch in sich!

Die Anzahl der Interessenten an einem Stromanbieterwechsel steigt aktuell täglich. JETZT geht der Trend in Richtung erneuerbare Energien! Warum dann also nicht gleich den Strom oder das Brauchwasser selbst erzeugen und Ökostrom nutzen?

Der Aktualität und der Brisanz des Themas gleichermaßen wegen, klären wir nun sämtliche noch offenen Fragen rund um das Thema „Solaranlagen“ und Energiegewinnung aus Sonnenlicht mittels Photovoltaikanlage.

Denn wir sind überzeugt: Auch für SIE kann die Errichtung einer Solaranlage durchaus in Frage kommen!

Was ist eine Solaranlage?

Nach einer offiziellen Definition beschäftigt sich die Solartechnik „mit der Nutzbarmachung und den Anwendungsmöglichkeiten der Sonnenergie“. Einfach erklärt  beschreibt diese Definition jenen Vorgang, wie eine Solaranlage auf dem Haus oder im Solarpark durch die Einstrahlung von Sonnenlicht je nach ihrer Größe Strom oder Warmwasser in der dafür ausgelegten Menge erzeugt – sei es für die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz oder zur Brauchwassergewinnung im eigenen Haushalt.

Dadurch erklärt sich auch der exakte Unterschied zwischen den beiden Begriffen:

Bei der Photovoltaikanlage, die zur Stromgewinnung entweder zur Einspeisung in das Netz oder zum Eigengebrauch dient, erfolgt die Energieumwandlung durch Solarzellen.

Die Solaranlage, häufig auch „thermische Solaranlage“ genannt, ermöglicht es dem Verbraucher, das benötigte Warmwasser zu produzieren oder die Leistung der Heizung zu unterstützen. Auch Anlagen, die eine Kombination der beiden Varianten bieten, sind möglich. Bei einer Solaranlage erzeugen die so genannten Solarkollektoren die Energie. Doch natürlich steckt dahinter einiges mehr, als nur ein einfaches Erklärungskonzept.

Neben einem ausgeklügelten hohen technischen Aufbau spielen einige wenige weitere Faktoren, wie beispielsweise die Ausrichtung der Dachfläche und deren Neigung wesentliche Rollen bei der Entscheidung für oder gegen eine Solaranlage. Hinzu kommen teils lukrative Finanzierungsprogramme und auch die gesetzlich geregelten Fördermöglichkeiten klingen vielversprechend.

Zudem erhalten Sie eine vom Staat festgelegte Preisgarantie über 20 Jahre hinweg, gerechnet ab dem Tag der Inbetriebnahme Ihrer Solaranlage. Mit den angebotenen Finanzierungsprogrammen und Fördergeldern rechnet sich eine Solaranlage für ein durchschnittliches deutsches Einfamilienhaus mit den Anschaffungskosten von rund 15.000 Euro angesichts ihrer Lebensdauer und den gesetzlichen Grundlagen dann „schon“ durchschnittlich nach etwa 10 bis 15 Jahren!

Eine Photovoltaikanlage besteht aus einzelnen Solarzellen, die wiederum zu Solarmodulen verbunden sind. Diese enthalten verschiedene Halbleitermaterialien, wovon dessen Leistung abhängig ist und dessen Grundbestandteil – meistens reines und in der Erdrinde reichhaltig enthaltenes Silizium – unter der Einstrahlung von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden. Somit ist die Leistungsfähigkeit einer Solaranlage von der Sonneneinstrahlung abhängig, um die Mittagszeit kann also der höchste Ertrag erzielt werden.

Ausrichtung der Solaranlage

Für die Errichtung einer Solaranlage vorgesehene Dächer müssen aber nicht zwangsläufig Richtung Süden neigen, Abweichungen in geringer Höhe führen teils nur zu kleinen Ertragsminderungen. Dennoch wäre der Optimalfall eine Dachneigung zwischen 20 und 60 Grad in Sonnenrichtung mit einer möglichst ungehinderten, schattenfreien Sonneneinstrahlung, damit Ihre Solaranlage das Maximum an Sonnenenergie in ein Maximum an elektrische Energie ungehindert umwandeln kann.

Allerdings können auch in andere Himmelsrichtungen gewandte Flächen durch eine entsprechend große Anlage gute Erfolge in der Energieproduktion bringen. Und auch Flachdächer können für die Errichtung einer Solaranlage in Betracht gezogen werden: Durch Aufständerungen werden die Kollektoren im richtigen Winkel angebracht.

Bei guter Sonneneinstrahlung können je nach Standort circa 1.100 Kilowattstunden pro Quadratmeter durch die Einstrahlung des Tageslichts gewonnen werden. Andere Gesellschaften ermittelten für eine optimale Leistung von einem Kilowatt benötigt man bei entsprechender Dachneigung und einer ungehinderten Sonneneinstrahlung etwa acht Quadratmeter. Ein Haushalt mit einem Bedarf von fünf Kilowatt benötigt damit etwa eine Fläche von 40 Quadratmeter, um diesen optimal decken zu können. Um den Ertrag zu berechnen ist unser Photovoltaik Rechner sehr hilfreich.

Das EEG: Erneuerbare Energien gesetzlich geregelt

Das im Volksmund auch als das Erneuerbare-Energien-Gesetz bezeichnete Regularium, das in den 90er Jahren bereits mit seinen Wurzeln in der damals als Stromeinspeisungsgesetz genannten Grundlage im deutschen Gesetz verankert wurde, erklärt nach einigen Überarbeitungen heute „die im Interesse des Klima- und Umweltschutzes nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern“ (Original-Laut gemäß http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Grundsätzlich soll damit ein Anreiz zur Errichtung von Anlagen zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen geschaffen werden, um eine Trendwende von der Atomkraft weg hin zum vorrangigen Klima- und Umweltschutz zu schaffen.
Dabei erhalten die Anlagenbetreiber, die sich für eine Anlage zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energiequellen entscheiden, je nach Art der Anlage – sei es aus durch Sonne, Wind oder Wasserkraft – und ihrer Größe eine gesetzlich festgelegte Preisgarantie pro Kilowattstunde für den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom über 20 Jahre (bei Windenergie werden 15 Jahre garantiert).

Nach dem Bundesumweltministerium gilt bei Solaranlagen eine Garantie bis zu einer Größe von maximal 100 Kilowatt installierter elektrischer Leistung (bei speziellen baulichen Maßnahmen) oder einer sonstigen Fünf-Megawatt installierten elektrischen Leistung, beispielsweise auf Dächern, an Fassaden, an Lärmschutzwänden.
Dieser Regelsatz wird innerhalb sogenannter degressiver Vergütungssätze bei Solaranlagen jährlich reduziert, sodass aber die Anschaffung einer Anlage zur Nutzbarmachung der umweltfreundlichen Energiequellen bis heute rentabel bleibt.

Einspeisung ins Stromnetz

Gleichzeitig sind die Stromkonzerne verpflichtet, erstlinig den aus regenerativen Energiequellen gewonnenen Strom zu verwerten und ihre Netze dementsprechend auszurichten, um die Fähigkeit zur Aufnahme des durch die Anlagenbetreiber gewonnenen Stroms gewährleisten zu können. Dazu gehören auch jene Kosten, sollte beispielsweise durch den Anschluss solcher Anlagen eine Netzverstärkung notwendig werden. Die Kosten für den unmittelbaren Anschluss an das Stromnetz an sich muss der Anlagenbetreiber jedoch selber in vollständiger Höhe tragen.

Neben dem mittlerweile stark gestiegenen Anteil der Windenergie an der Bruttostromerzeugung in Deutschland sollen mit der jüngsten Überarbeitung des EEG nun auch die Energieerzeugung aus Biomasse, Geothermie und vor allem auch aus Photovoltaikanlagen rasch angetrieben und gefördert werden.

Das deutsche Gesetz garantiert Ihnen damit Ihre Investition in eine solche Anlage als lohnenswert und gesichert – weitere Förderungsmöglichkeiten und beständige Finanzierungsprogramme, die durch die stetige Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes für den Anlagenbetreiber eine solche Investition wirklich attraktiv und wertvoll machen, stellen wir Ihnen später ausführlich vor.

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