Photovoltaik Aufdach-Montage

Die in Deutschland am häufigsten auf Dächern installierte Form von Photovoltaikanlagen ist die sog. PV-Aufdach-Montage. Hier werden die Solarmodule mittels Unterkonstruktion mechanisch mit dem Hausdach verbunden.

Photovoltaik Aufdach-Anlage

Vorsichtig werden die Solarmodule mit Modulklemmen auf der zuvor installierten Unterkonstruktion befestigt.

Die Installation einer Solaranlage auf dem Hausdach bietet sich vor allem bei Gebäuden an, bei denen eine Dachseite in Richtung Süden zeigt. Die Dachfläche auf einem Dach ist aufgrund der meistens großzügigen Gesamtfläche hervorragend für die Installation einer PV-Anlage geeignet. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn auf einem Hausdach eine oder mehrere Gauben vorhanden sind.

Diese können unter Umständen Schatten auf die installierten Photovoltaik-Module werfen, was wiederum zur Folge hätte, dass der Solargenerator nicht optimal läuft. Daher sollten sich Bauherren schon zu Beginn mit einem Photovoltaik-Experten zusammensetzen und die Planung der Photovoltaikanlage im Einzelnen durchgehen.

Bei den meisten Dächern auf deutschen Häusern handelt es sich um Kaltdächer, deren Dachkonstruktion belüftet ist.

Diese besteht aus folgenden Einzelschichten:

  • Dachhaut: Bei der Dachhaut handelt es sich um die oberste Schicht des Dachs. Diese kann z.B. aus Dachziegeln, Beton, Biberschwänzen oder Schindeln bestehen und schützt das Gebäude vor eindringender Feuchtigkeit und Wind.
  • Dachlatten: An den Dachlatten werden die Dachziegel befestigt.
  • Konterlatten: Die Konterlattung wird auf den Dachsparren vernagelt. Diese fixiert die Unterspannbahn.
  • Unterspannbahn: Die Unterspannbahn, dient als zusätzlicher Schutz vor Feuchtigkeit und Wind.
  • Dachsparren: Diese sind elementarer Bestandteil der Dachkonstruktion und bilden somit den Hauptbestandteil des Hausdachs.

Aufdach-Montage auf einem geneigten Dach

Modulklemmen für die Aufdachinstallation

Modulklemmen zur seitlichen Befestigung der Solarmodule bei Aufdachinstallationen

Im Gegensatz zu Indach-Montagen, ergeben sich bei dieser Montageart kaum Schwierigkeiten hinsichtlich der Abdichtung des Dachs. Bei herkömmlichen Hausdächern mit üblichem Dachstuhl, müssen lediglich einige Dachziegel aufgenommen werden, damit dort die sog. Dachhaken mit den Dachsparren verbunden werden können. Wie viele Dachhaken für die Aufdach-Montage benötigt werden, ist abhängig von den statischen Gegebenheiten.

Aufdach-Montage auf einem Flachdach

Soll auf einem Flachdach eine PV-Anlage installiert werden, ist die einfachste Lösung ein Aufdachsystem. Hier werden die PV-Module mit einem Untergestell verbunden, welches auf dem Dach befestigt ist. Es besteht die Möglichkeit, die Unterkonstruktion entweder an dem Flachdach zu verschrauben oder mit Gewichten auf dem Dach zu befestigen.

Grundlegend ist die Aufdach-Montage auf einem Flachdach etwas aufwendiger als bei einem geneigten Dach, da die Unterkonstruktion etwas komplexer in ihrer Gesamtheit ist. Der Vorteil einer Photovoltaik-Aufdachlösung ist jedoch die relativ simple Installation der Anlage. Im Gegensatz zu einem geneigten Dach, kann man bequem arbeiten und spart sich in den meisten Fällen ein teures Baugerüst.

Vorsicht ist allerdings trotzdem geboten. In jedem Fall müssen bei Dacharbeiten immer Vorkehrungen getroffen werden, die das Abstürzen verhindern.

Hinweis! Da die Dachhaut sehr schnell beschädigt werden kann, sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass keine spitzen Gegenstände während der Installationsarbeiten herumliegen. Auch während der Montage des Untergestells muss überprüft werden, ob die Dachhaut nicht beschädigt worden ist.

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