Leitfaden zur Photovoltaikanlage

Im Folgenden haben wir einen kleinen Photovoltaikanlagen-Leitfaden für Sie zusammengestellt. Dieser soll Ihnen in etwa verdeutlichen, welche Punkte vor dem Kauf einer PV-Anlage zu klären sind.

Was kostet eine Photovoltaikanlage wirklich?

Um genau zu sein, kann man diese Frage nicht pauschal beantworten.

Die im Folgenden aufgeführten Punkte sollten Sie jedoch unbedingt vor dem Kauf einer PV-Anlage berücksichtigen, damit sie bestens vorbereitet sind und ihr „Projekt Solaranlage“ sich letzten endes auch rechnet.

  • Qualität der Solarmodule – Wieviel Watt haben die Angebotenen Module?- Achten Sie auch auf Markenqualität!
  • Wechselrichter – Auch hier gilt es, darauf zu achten, dass nur hochwertige Wechselrichter von namhaften Herstellern verbaut werden.
  • Anbieter vergleichen – holen Sie sich Angebote von mehreren Solarteuren ein und vergleichen Sie diese in aller Ruhe. Gerne können Sie auch unseren kostenlosen Photovoltaik-Preisvergleich nutzen. Sie erhalten Angebote von mehreren Photovoltaik-Fachbetrieben und können diese zunächst vergleichen, bevor Sie einen Auftrag vergeben.

1. Ermittlung des Dach-Flächenbedarfs

Zur Gewinnung von Solarstrom wird eine geeignete Aufstellungsfläche für die Solarmodule (Photovoltaikmodule) benötigt. Um ca. 1 KW an Leistung zu erzeugen wird in etwa eine Fläche von 10 m² ausreichen.

2. Wie viel Strom kann die Solaranlage produzieren?

Bei der Produktion von Solarstrom spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  • geografische Lage der Solaranlage (regionaler Standort)
  • Neigungswinkel bzw. die Ausrichtung (Himmelsrichtung)
  • Evtl. Verschattungen z.B. durch Bäume etc.

Faustregel: Bei einer durchschnittlichen Dachfläche von 50 m² also einer Photovoltaikanlage mit 5 kW, können ca. 3500 bis 6000 KWh Solarstrom geerntet werden. Da der durchschnittliche Verbrauch eines 4 Personenhaushalts etwa 4000 KWh beträgt, ist der Ertrag in diesem Fall höher.

3. Vergütung von Solarstrom

Bei der Regelung der Vergütung des erzeugten Solarstroms, findet das Erneuerbare-Energien Gesetz (EEG) Anwendung. Die Vergütung wird 20 Jahre vom Stromnetzbetreiber (meistens Ihr Stromversorger) an den Solaranlagenbetreiber gezahlt.

4. Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Als Faustregel kann man sagen kostet die Installation zwischen 2000- 4000 Euro pro kW. Daher muss man bei einer 5 kW – Photovoltaikanlage mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro rechnen. Weitere Kosten wie beispielsweise Wartung der PV-Anlage oder Versicherung können in etwa mit 1-2 Prozent der Investitionskosten angesetzt werden.

5. Technisches Grundwissen & Netzanschluss

Die am häufigsten eingesetzten Solarmodule bestehen aus multikristallinen Solarzellen. Amorphe Solarzellen sind zwar in der Regel etwas preisgünstiger, haben jedoch einen deutlich geringeren Wirkungsgrad und somit auch eine geringere jährliche Solarstrommenge. Die Solaranbieter gewähren in der Regel eine Solarzellen-Garantie über den Zeitraum der Investition. (20 Jahre)

6. Der Netzanschluss

Um den erzeugten Solarstrom in das Stromnetz einspeisen zu können, wird ein Netzanschluss benötigt. Den Netzanschluss erhält man in der Regel bei dem zuständigen Stromnetzbetreiber.

7. Finanzierung & Förderung der Solaranlage

Die Stromnetzbetreiber sind gesetzlich verpflichtet, die Solarstromvergütung zu bezahlen. Staatliche Zuschüsse zum Kauf einer Solaranlage werden teilweise von einigen wenigen Bundesländern sowie einigen Kommunen gewährt. Zinsgünstige Kredite werden z.B. von der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW vergeben. Mehr Informationen zur erhalten Sie im Ratgeber: Finanzierung einer Photovoltaikanlage

8. Wie wirtschaftlich ist eine Photovoltaikanlage?

Bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage sind zahlreichen Faktoren wie z.B. Höhe der Gesamtinvestitionskosten, Höhe der Erlöse, Zinssatz, der persönliche Steuersatz, die Höhe des Eigenkapital- bzw. Fremdkapitalanteils, die jährliche Betriebskosten, etc.) zu berücksichtigen.

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