Weil die für 2011 zur Verfügung stehenden Fördermittel schon jetzt bereits fast ausgeschöpft sind, soll die Solarförderung in Thüringen nochmals aufgestockt werden. Wie Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig jüngst bekannt gab, soll der Pott nochmals mit einer weiteren Million Euro für Fördergelder zur Unterstützung beim Bau einer Photovoltaikanlage angereichert werden.

1,5 Millionen Euro seien zunächst für 2011 nach dem 1000-Dächer-Programm im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bereitgestellt worden. Seit Juli vergangenen Jahres seien allerdings über 110 Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von höchstens 4.400 Kilowatt ans öffentliche Stromnetz angeschlossen worden.

„Das Programm hat einen Investitionsboom im Bereich der Solarenergie ausgelöst“, ließ der Wirtschaftminister über seinen Sprecher mitteilen. Danach sollen Kommunen und gemeinnützige Organisationen bei der Einrichtung von Solarstromanlagen mit insgesamt 7,5 Millionen Euro gefördert werden – gesetzlich festgelegt im EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz).

Energie erzeugen mit Photovoltaikanlagen – allerdings auch ohne Sonnenlicht: Neue Technologien sollen künftig den Markt bereichern und das Spektrum der Photovoltaik nochmals auf ein Neues erheblich ausweiten. Die Oberfläche eines Materials soll die Frequenz von Lichtquellen modulieren – so lautet die technische Grundlage. Der Ansatz dieser Technik gleicht der Biologie von Motten, die so versuchen, nachts einen möglichst hohen Anteil des verfügbaren Restlichts einzufangen. Die Forscher dieser Technik sind sich allerdings einig: „Der Einsatz dieser Technik muss sich amortisieren“, sagt ein Versuchsingenieur vom MIT-Institut für soldatische Nanotechnologie. „Diese Technik ist ein gutes Beispiel, wie Materialforschung neue Leistung bringt, die ein breites Spektrum an Anwendungen für energieeffiziente Umwandlung eröffnet“, lautet die Aussage der Entwickler angesichts des derzeitigen Wirkungsgrads von etwa 20 Prozent hochwertiger Solarzellen.

Energie aus Photovoltaik– der Anteil am Energiemix durch Solarstrom wächst weiter. Nach einem Einbruch in der ersten Jahreshälfte erwarten die Marktforscher im zweiten Halbjahr nun wieder einen Anstieg. “Nach einem schleppenden ersten Halbjahr werden die Zubauzahlen weltweit anziehen, da die Nachfrage in den Schlüsselmärkten Deutschland und Italien wieder steigt. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem kräftigen Wachstum von 21 %“, sagte der IHS Photovoltaik-Chefanalyst Stefan de Haan.

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