Diebstahlschutz PhotovoltaikDie Vorfälle von Photovoltaik Diebstahl sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass die Diebe auf Dächer steigen und Kilo schwere Photovoltaikmodule stehlen, doch die Zahlen sprechen für sich. Grund genug, rechtzeitig an einen Diebstahlschutz für Photovoltaikmodule zu denken.

Manuelle Diebstahlsicherung

Um den Langfingern das Handwerk zu legen, gilt es stets dort anzusetzen, wo sich ihnen eine Angriffsfläche bietet. In Bezug auf die Photovoltaikmodule sind es die Schrauben, die durch Inbusschlüssel gelöst werden können.

Um die Schrauben diebstahlsicher zu machen, können bei der Modulbefestigung Kügelchen in die Sechskanter eingeschlagen werden. Sie verklemmen und machen das Herauslösen der Schrauben mit einem normalen Inbusschlüssel unmöglich. Analog dazu kann man auch manuell den Innensechskant rund drehen, sodass jegliches Werkzeug keinen Halt mehr findet und die Schrauben so auch nicht mehr gelöst werden können.

Das Problem des Herausdrehens lässt sich aber auch komplett umgehen, indem man den Schraubenkopf abtrennt, nachdem die Modulbefestigung angezogen wurde. So verhindert man auch, dass sich die Schraube im Laufe der Zeit lösen könnte.

Wenn man den Schraubenkopf beibehalten, aber trotzdem diebstahlsicher machen möchte, bietet sich Gießharz an. Dieses wird über dem Schraubenkopf angewandt und lässt keinerlei Manipulationsmechanismen zu.

Vorsicht: All diese Methoden stellen eine dauerhafte Veränderung der Befestigung dar. Wenn der Betreiber irgendwann gern Module austauschen oder gar die Anlage abbauen möchte, ist bei ihm die Schwerstarbeit gefragt, von der die Einbrecher absehen sollen.

Hürden und Hindernisse

Fallstudien haben herausgefunden, dass Täter besonders die Zeit im Auge behalten. Brauchen sie zu lange, um zum Objekt der Begierde zu gelangen, verwerfen sie das Vorhaben. Auch bei einer hohen Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, etwa durch den Betreiber selbst oder durch aufmerksame Nachbarn, sehen die meisten von einem Diebstahl ab. Deshalb sollte man die Täter bereits vor dem Erreichen der Photovoltaikmodule durch Hürden und Hindernisse abschrecken.

Ein eingezäuntes Grundstück, auf dem das Haus mit der Anlage oder eben selbige frei steht, ist schwierig zu erreichen – und vor allem wieder zu verlassen. Zwar erreichen die Räuber den Tatort meist mit einem Kleinbus oder einem LKW, dennoch müssen sie Zäune und Hecken erst einmal mit den großen, schweren Modulen überwinden. Noch dazu dürfen sie kein Aufsehen erregen.
Viele Versicherungen verlangen deshalb bereits einen Zaun um die Photovoltaikanlage.

Natürlich sind auch die Hilfsmittel von Nutzen, die gegen Einbrecher verwendet werden. Dazu gehört die Alarmanlage genauso wie Bewegungsmelder und vielleicht sogar ein wachsamer Hund. Eine Überwachungskamera hält die Täter zwar nicht unbedingt vom Stehlen ab, hilft aber der Polizei bei der Strafverfolgung. Es ist darauf zu achten, dass die Kamera nicht einfach von außen manipuliert werden kann. All das, was das Eindringen auf das Gelände und das Besteigen des Daches erschwert, sollte Anwendung finden.

Hochmoderne Technik beim Diebstahlschutz für Photovoltaikmodule

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann kleine GPS Sender in die Module einbauen. Bei einem Diebstahl lässt sich damit der Standort definieren und die Polizei kann den Täter auf frischer Tat ertappen.

Eine weitere Methode, um die Module manuell zu schützen, sind Verriegelungsvorkehrungen, die von bestimmten Herstellern angeboten werden. Diese können dann vom Betreiber entriegelt, aber nur durch massive Kraftaufbringung zerstört werden.

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