Im vergangenen Sommer wurde die Novellierung des erneuerbare Energien Gesetz (EEG) für das laufende Jahr 2012 beschlossen. Wesentlicher Bestandteil der Novelle in Bezug auf die Solarstromförderung ist der sogenannte atmende Deckel. Zwar wird in diesen Wochen wieder heftig über die Solarförderung gestritten, mittlerweile ist eine monatliche Absenkung der Einspeisevergütungen im Gespräch – das beschlossene System allerdings, die Degression anhand des Zubaus zu bemessen, dürfte jedoch erhalten bleiben.
Viele Menschen die sich mit dem Gedanken der Anschaffung einer Photovoltaikanlage tragen, tun dies nicht zwangsläufig wegen ihrer Abneigung der Atomkraft gegenüber oder ihrem Umweltbewusstsein. Solaranlagen waren in den vergangenen Jahren deshalb so beliebt, weil sie in Krisenzeiten sichere, zum Teil sehr hohe Renditen, garantiert haben.

Der Markt der Solarmodule wurde in den vergangenen zwei bis drei Jahren regelrecht aus Fernost überschwemmt. Vor allem chinesische und koreanische Hersteller haben Module zu besonders günstigen Preisen verkauft. Diese Tatsache zwang Hersteller weltweit die Preise für ihre Solarprodukte anzupassen und ein regelrechter Preisverfall war zu beobachten. In den vergangenen fünf Jahren sind Photovoltaikmodule im Schnitt um fast die Hälfte günstiger geworden, um ebenfalls knapp die Hälfte sind auch die staatlich garantierten Einspeisevergütungen zurückgegangen.

Dieser Trend hin zu günstigen Modulen wird sich noch eine ganze Weile fortsetzen, da weltweit massive Überkapazitäten vorhanden sind, was zwangsläufig zu einem Preisverfall führt. Die Frage nach der Rentabilität von Solaranlagen lässt sich aufgrund dieser Tatsachen relativ einfach beantworten. Da die Anschaffungskosten, wie die Einspeisevergütungen in den vergangenen Jahren im selben Maße gefallen sind, ist es nach wie vor möglich eine Photovoltaikanlage rentabel zu betreiben.

Wie hoch diese Rendite letztendlich im Einzelfall ausfällt hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen gibt es bei den Modulen Preisunterschiede, je günstiger also ein Modul ist und je höher der Wirkungsgrad, desto ertragreicher wird die Anlage arbeiten. Maßgebend für die Höhe der Einspeisevergütungen ist die Größe der Anlage – ebenfalls also ein wichtiger Faktor bei ihrer Rechnung. Nicht zuletzt spielen der Standort und die Ausrichtung der Anlage eine gewichtige Rolle. Je südlicher die Ausrichtung und je mehr Sonneneinstrahlung es im Gebiet einer PV Anlage gibt, desto höher fällt der Ertrag und somit auch die Rendite aus.

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