Photovoltaikanlage reinigenPhotovoltaikanlagen sind hochentwickelte technische PV-Module, von denen jedes einwandfrei funktionieren muss, um die höchstmögliche Effektivität zu erzielen. Schon kleinste Störungen können die Leistung der Photovoltaikanlage beeinträchtigen, vor allem Verunreinigungen verhindern eine reibungslose Funktionsweise. Warum Photovoltaikanlagen verschmutzen und wann eine Reinigung sinnvoll ist, lesen Sie hier.

Witterungsverhältnisse als größter Feind der Photovoltaikanlage

Sofern die Photovoltaikanlage mit einem Winkel über 20 Grad am Hausdach montiert ist, wird sie in mitteleuropäischen Gefilden meist problemlos durch Wind und Regen von Verschmutzungen befreit. Das Wasser kann dabei problemlos ablaufen und schwemmt auch hartnäckige Schmutzreste von den einzelnen Modulen herunter. Dieser Prozess ist erst dann störungsanfällig, wenn die Neigung unter diesem Prozentsatz liegt und Witterungsverhältnisse oder Umwelteinflüsse eine Selbstreinigung nicht mehr ermöglichen.

Am anfälligsten für Verschmutzungen sind PV-Module, die in einen Rahmen gefasst sind. Rahmenlose Solarmodule können allerdings nur in Gegenden aufgestellt werden, in denen es keine oder nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für Schneefall gibt, da sie ansonsten drohen, unter der Last zusammenzubrechen. Demnach sind Photovoltaikmodule in Deutschland beinahe ausschließlich in Rahmen gefasst, sofern sie auf dem Dach montiert sind. Auf der anderen Seite hat eine von den Modulen herunterrutschende Schneelast natürlich auch eine reinigende Wirkung.

Generell lösen sich Verschmutzungsprobleme durch moderate, wechselnde Witterungsverhältnisse fast von allein. Festsitzende Placken und Moos werden von kleinen Hagelkörnern wie mithilfe eines Peelings von den Modulen gelöst, Regen spült kurzfristige Verschmutzungen weg.

Der hartnäckigste Feind einer Photovoltaikanlage ist Vogelkot. Dieser kann sich, einmal getrocknet, langfristig auf den PV-Modulen absetzen und in bestimmten Fällen durch seine Säure Schäden und dadurch eine Ertragsminderung verursachen.

Die Photovoltaik Reinigung – persönlich Hand anlegen oder einen Profi zur Hilfe nehmen?

Sofern die Photovoltaikanlage nur wenige Verschmutzungen aufweist oder nur einzelne PV-Module betroffen sind, kann man diese relativ problemlos eigenhändig reinigen. Voraussetzung ist vor allem, dass man sich sicher auf dem Dach in Schräglage bewegen und auf eine Absicherung zurückgreifen kann.

Grundsätzlich gilt es bei der Photovoltaikanlagen-Reinigung so schonend wie möglich vorzugehen. Seien Sie vorsichtig mit Kabeln und Drähten, besonders in Kombination mit Wasser können diese schnell gefährlich werden. Bedenken Sie die Bruchanfälligkeit der einzelnen Solarmodule. Ein Hochdruckreiniger kann das Glas schnell zerstören, ebenso können extreme Temperaturunterschiede (kalte Witterung, warmes Reinigungswasser) ein Zerbersten der Oberfläche herbeiführen.

Um die Entstehung von Kalkflecken zu verhindern (die Auswirkungen davon kann man leicht an den eigenen Badezimmerarmaturen beobachten) empfiehlt es sich, Regenwasser zu sammeln und mithilfe von sanften Helferlein wie Glasreiniger oder einem Reinigungsmittel, welches speziell für die Reinigung von Photovoltaik-Modulen vorgesehen ist, die Verschmutzungen zu entfernen.
Eine professionelle Reinigungsfirma sollten Sie auf jeden Fall dann beauftragen, wenn Sie sich körperlich dem anstrengenden Dachaufstieg und –abstieg nicht gewachsen sehen oder Sie nicht genug Sicherheitsvorkehrungen für die Zeit der Reinigung treffen können.

Auch bei großflächigen oder besonders hartnäckigen Verschmutzungen zahlt es sich aus, eine professionelle Reinigung von Photovoltaikanlagen zu buchen. Das spart nicht Zeit, sondern auch Nerven. Außerdem wissen Sie so Ihre Module in besten Händen und brauchen keine Bedenken zu haben, dass diese durch eine unsachgemäße Handhabung beschädigt werden könnten.

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