Ein neuer Rekord beim Wirkungsgrad, neue Generator-Freischaltgehäuse und eine Feuerwehrschutzschaltung: Die Verbesserung und stetige Aktualisierung der Photovoltaik-Technik erweitert das Angebot der beliebten Anlagen mit riesigen Schritten.
Mit einem Wert von rund 20 Prozent sind die kristallinen Solarzellen aus hochreinem Silizium einerseits zwar die höchstleistenden Zelltypen, jedoch auch die kostspieligsten aufgrund ihrer damit dicht beschichteten Oberfläche – nach Expertenmeinung Grund genug zur schnellst möglichen Weiterentwicklung dieser Technik, um noch bessere Leistungswerte zu erzielen.

Was sich in der Vergangenheit noch in der Forschung befand, kann nun schon in naher Zukunft als gängiges Marktprodukt zu kaufen sein: Solarzellen auf beweglichem Trägermedium – mit einer dünneren Halbleiterschicht sollen ebenfalls möglichst viel Licht eingefangen und gleichermaßen Kosten eingespart werden. Dieser Fortschritt könnte der Photovoltaik schon bald völlig neue Wege in ihrer Herstellung, aber auch in ihrer Funktion als Stromerzeuger auf flexiblen Untergründen und Trägermaterialien erschließen. Die Beschichtung gewölbter Dächer, von Gebäudehüllen oder auch Textilien sollen künftig neue Anwendungsbereiche der Photovoltaik werden.

Aber auch die Feuerwehrschutzschaltung soll in Zukunft als sichere Komponente in den Photovoltaikanlagen eingebaut werden. Der Strom, von dem die Zellen durchflossen werden, könnte damit im Brandfall direkt von der Feuerwehr „im Handumdrehen“ abgeschaltet werden können. Außerdem soll diese neue Schaltung im Störungsfall bestimmter Bereiche den Stromkreislauf automatisch abschalten können.

Und auch neue Generator-Gehäuse sollen künftig den Markt bereichern: Als Verbindung zwischen dem Solarmodul und dem Wechselrichter müssen diese Bestandteile entsprechend sicher arbeiten. Vor allem geeignet für den Einsatz bei Modulen mit kleineren Stromflüssen könnten mit diesen neuen Gehäusen beispielsweise in der Kombination mit Dünnschichtmodulen Rückstrome vermieden werden, die sich automatisch entwickeln, würde einer der parallel geschalteten Stränge verschattet oder mit Schnee beispielsweise bedeckt werden.

Immer wieder verbesserte Technik auf höchstem Niveau beschleunigt den Wettbewerb unter den Herstellern – und hält die Nachfrage nach den Sonnenlicht- Umwandlern konstant, trotz der angekündigten Kürzungen.

Dass die Photovoltaik Förderung zum März kommenden Jahres nach den kurz bevorstehenden rapiden Einschnitten zum 1. Juli nun nicht nochmals gekappt wird, findet allseits große Zustimmung. Der Ausbau der Sonnenenergie-Anlagen soll weiterhin ungebremst weiterlaufen, der Ausstieg aus der Atomkraft innerhalb der kommenden zehn bis zwölf Jahre ist beschlossene Sache. Im Jahr 2011 soll der Anteil der Stromversorgung mit Energie aus Sonnenlicht am Energiemix auf rund drei Prozent ansteigen, erwarten die Experten.

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