Wer sich für die Umwandlung von Solarenergie in nutzbare Energie interessiert, kommt auch an der Warmwasseraufbereitung durch sog. Solarthermieanlagen nicht vorbei. Im folgenden werden alle wersentlichen Aspekte etwas näher erläutert:

Grundlagen der Solarthermie

Die Solarthermie zählt heute zu den erneuerbaren Energien und wird nach dem Erneuerbare Energien Gesetz, kurz EEG, staatlich gefördert. Unter dem Begriff ist die Umwandlung der Sonnenenergie in Wärme und deren Nutzung in Haushalten zu verstehen.

Aufgrund der täglich auf die Erdoberfläche auftreffenden Sonnenenergie, die etwa 5.000 Mal so hoch ist, wie der Verbrauch der Menschen, begannen diese, sich mit dem Thema näher auseinander zu setzen. Schließlich schickt die Sonne uns keine Rechnung. So konnten insbesondere die beiden großen Bereiche Solarthermie und Photovoltaik erforscht werden.

Geschichtliche Entwicklung

Auch die Geschichte der Solarthermie ist spannend. So wurde die erste Nutzung der Sonnenenergie bereits in der Zeit der Antike zwischen 800 v. Chr. und 600 n. Chr. nachgewiesen. Damals wurden noch Hohlspiegel eingesetzt, die die Lichtstrahlen bündeln sollten. Diese Nutzung der Sonnenenergie hält bis heute an, denn das olympische Feuer wird nach wie vor an einem solchen Hohlspiegel entzündet. Er wird aufgrund seines Aufbaus und seiner Fähigkeiten ebenfalls als Brennspiegel bezeichnet.

Bereits die Architekten der alten Ägypter wussten die Energie der Sonne zu nutzen. Sie bauten Türen in Häuser so ein, dass sie der Mittagssonne abgewendet waren, wenn sich das Haus in einer heißen Klimazone befand. Die Fenster in kalten Klimazonen wurden so eingebaut, dass sie der Windseite des Hauses abgewandt, der Mittagssonne aber zugewandt waren.

Im 18. Jahrhundert dann wurden die ersten Vorläufer der Sonnenkollektoren entwickelt. Erfinder war Horace-Bénédict de Saussure. Erst 1891 jedoch wurde ein Patent für eine Anlage der Solarthermie erteilt, und zwar an Clarence M. Kemp. Er entwickelte einen einfachen Kollektor für Warmwasser. Mit der ersten Ölkrise in den 1970er Jahren schritt die Entwicklung der Solaranlagen dann weiter voran und die Konzepte für die Nutzung der Sonnenenergie reiften immer weiter aus.

Arten der Sonnenkollektoren

Bei der Solarthermie werden Kollektoren benötigt, um die Sonnenenergie in nutzbare Wärmeenergie umzuwandeln. Dabei unterscheidet man zwischen den Flachkollektoren und den Vakuumröhrenkollektoren.

Die Flachkollektoren bündeln die Sonneneinstrahlung nicht, sondern sie trifft auf eine Fläche, die die Wärme absorbiert und gut leiten kann. Von dort aus wird die gespeicherte Wärme an die „Zentrale“ der Solarthermieanlage weiter geleitet, wodurch sie beispielsweise im Haus nutzbar gemacht wird.

Die Vakuumröhrenkollektoren sind moderner, sie verfügen über ein Vakuum, welches die Energieverluste deutlich zu verringern weiß. Hier wird das einfallende Licht direkt zum Absorber geleitet und von einer erwärmten Trägerflüssigkeit an die „Zentrale“ weiter geleitet.

Tipp! Besuchen Sie unser Solaranlagen ABC.

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.