Was ein Balkonkraftwerk kostet und wann es bezahlt ist
Preise 2026 nach Ausstattung, die jährliche Ersparnis, die Amortisationszeit und die laufenden Kosten, die selten jemand nennt.
Ein Balkonkraftwerk ist die einzige Form von Photovoltaik, bei der die Anschaffung unter tausend Euro bleibt. Damit ist auch die Rechnung einfach – sie hat genau zwei Größen: den Preis und die selbst verbrauchte Kilowattstunde.
Preise 2026
| Ausstattung | Preis | Bezahlt nach |
|---|---|---|
| einfaches Set, zwei Module, Wechselrichter, Schukostecker | 350 € | 2,0 Jahren |
| Markengerät mit Halterung für die Brüstung | 500 € | 2,8 Jahren |
| Set mit vier Modulen und stärkerem Wechselrichter | 700 € | 3,9 Jahren |
| Set mit Speicher, 1 bis 1,5 Kilowattstunden | 1.100 € | 6,2 Jahren |
Was sich wirklich rechnet
Die Ersparnis ist nicht der Ertrag, sondern der selbst verbrauchte Teil davon. Im Bezugsfall sind das 510 von 784 Kilowattstunden. Die übrigen 274 Kilowattstunden fließen ins Netz und bringen nichts – Steckersolargeräte werden in aller Regel nicht vergütet.
Rund 35 Prozent des Ertrags gehen unvergütet ins Netz. Das ist kein Fehler des Geräts, sondern der Preis der Einfachheit: Wer dafür eine Vergütung will, braucht einen Zweirichtungszähler, eine Anmeldung als Erzeugungsanlage und einen Netzbetreibervertrag – Aufwand, der bei 274 Kilowattstunden im Jahr in keinem Verhältnis steht. Der bessere Hebel ist, den Eigenanteil zu erhöhen.
Laufende Kosten
- Keine Zählermiete, keine Grundgebühr. Ein Balkonkraftwerk verändert Ihren Stromvertrag nicht.
- Zählertausch: kostenlos. Hat Ihr Haus noch eine Ferraris-Scheibe ohne Rücklaufsperre, tauscht der Messstellenbetreiber sie – auf seine Kosten, siehe Anmelden.
- Versicherung: meist über die Hausrat- oder Haftpflichtversicherung abgedeckt. Fragen Sie nach und lassen Sie es sich schriftlich geben – das kostet nichts.
- Wartung: keine. Gelegentliches Abwischen bringt ein paar Prozent, mehr ist nicht nötig.
- Wechselrichter hält 10 bis 15 Jahre, Ersatz kostet 120 bis 250 Euro. Die Module halten länger.
Förderung
Bundesweit gibt es keine. Zahlreiche Städte und einige Länder zahlen Zuschüsse zwischen 50 und 200 Euro, oft gedeckelt und schnell ausgeschöpft. Prüfen Sie vor dem Kauf die Seite Ihrer Kommune – nachträgliche Anträge werden fast überall abgelehnt. Den Überblick zur Photovoltaikförderung insgesamt finden Sie unter Förderung.
Häufige Fragen
Lohnt sich das billigste Set?
Meist ja, rein rechnerisch – der Ertrag hängt am Wechselrichter, und der ist bei 800 Voltampere überall gleich begrenzt. Der Unterschied liegt bei Halterung, Garantie und Nachweisen, siehe Kauf.
Wie sicher ist die Ersparnis von 178 Euro?
Sie hängt am Strompreis und an Ihrer Grundlast. Steigt der Strompreis, steigt sie mit. Liegt Ihre Grundlast unter 200 Watt, sinkt sie – rechnen Sie den eigenen Fall im Rechner durch.
Muss ich die Ersparnis versteuern?
Nein. Eigenverbrauch ist kein Einkommen. Und da Sie nichts einspeisen und vergütet bekommen, entsteht auch keine unternehmerische Tätigkeit, siehe Steuer.
Was ist es nach zehn Jahren noch wert?
Wirtschaftlich nichts mehr – es hat sich bis dahin bezahlt und liefert weiter. Der Gebrauchtmarkt für Steckersolargeräte ist klein; rechnen Sie nicht mit einem Restwert.
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- Anmelden in 15 Minuten – Nur noch das Marktstammdatenregister
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Quellen
- Preise: eigene Marktbeobachtung gängiger Sets, Stand September 2026
- § 12 Abs. 3 UStG – Nullsteuersatz für Photovoltaikanlagen
- Rechenmodell: identisch mit dem Balkonkraftwerk-Rechner