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Heizstab für PV-Überschuss 2026: Kosten und Rechnung

Heizstab für PV-Überschuss: wie er geregelt wird, was AC ELWA 2, AC•THOR und Co. kosten und was er mit Gas, Öl oder Wärmepumpe wirklich spart.

Redaktion: René LindelaubStand 21. Oktober 202618 Minuten LesezeitSo rechnen wir

Ein Heizstab für PV-Überschuss macht aus Solarstrom, der sonst für 7,70 Cent ins Netz ginge, warmes Wasser. An einer 10-kWp-Anlage deckt er im Modell rund 70 Prozent des Warmwassers eines Vierpersonenhaushalts. Ob sich das lohnt, entscheidet nicht der Strompreis, sondern womit Sie heute Wasser erwärmen: Mit Gas spart er rund 150 Euro im Jahr und braucht etwa 9,5 Jahre, bis er bezahlt ist – mit elektrischem Warmwasser rund 560 Euro und rund 2,5 Jahre.

2.040 kWhWarmwasser-Wärme im Jahr aus Überschuss, 10 kWp, 4 PersonenModellrechnung auf dieser Seite
7,3 ctWert einer Heizstab-kWh, wenn sie Gas ersetztGas 12 ct, Kessel 80 %, minus 7,70 ct Vergütung
27,3 ctWert, wenn sie Netzstrom ersetzt35 ct minus 7,70 ct
1.190–1.605 €stufenlose Lösung mit Messung und EinbauMarktspanne, Stand Oktober 2026

Lohnt sich ein Heizstab für PV-Überschuss?

Kurz: Er lohnt sich sicher, wenn Ihr Warmwasser heute mit Netzstrom entsteht. Er lohnt sich eher, wenn Ihre Anlage aus der EEG-Förderung fällt oder der Kessel alt ist. Mit modernem Gaskessel ist er ein Grenzfall, und neben einer Wärmepumpe lohnt er sich fast nie.

Der Grund steht in keinem Prospekt: Ein Heizstab ersetzt fast nie Netzstrom. Er ersetzt den Brennstoff, mit dem der Speicher sonst warm würde – Gas, Öl oder den Strom der Wärmepumpe. Jede Kilowattstunde aus dem Heizstab ist also so viel wert wie der eingesparte Brennstoff, abzüglich der Vergütung, die Sie für den Solarstrom bekommen hätten. Bei Gas sind das 7,3 Cent, nicht 27,3.

Der häufigste Rechenfehler

Viele Rechnungen setzen „Strompreis minus Einspeisevergütung“ an, also 35 minus 7,70 Cent. Das stimmt nur, wenn der Heizstab einen Elektro-Boiler ersetzt. Ersetzt er einen Gaskessel, spart er je Kilowattstunde Wärme 15,0 Cent Gas (12 Cent geteilt durch 80 Prozent Kesselwirkungsgrad) und verliert 7,70 Cent Vergütung. Die Strompreis-Rechnung ist damit rund 3,7-mal zu hoch.

So funktioniert ein Heizstab mit PV-Überschuss

Ein Heizstab ist ein elektrischer Widerstand, der in den Warmwasserspeicher eingeschraubt wird. Er macht aus einer Kilowattstunde Strom eine Kilowattstunde Wärme. Damit er nur Solarstrom nimmt, braucht er zwei Dinge:

  • Eine Messung am Netzanschlusspunkt. Ein Zähler oder Sensor sieht, ob gerade Strom ins Netz fließt und wie viel. Das kann ein eigener Messwandler im Zählerschrank sein, das Signal Ihres Wechselrichters oder ein Lesekopf am Stromzähler. Welche Messung wofür taugt, steht unter PV-Überschuss steuern.
  • Eine Regelung. Sie gibt dem Stab so viel Leistung, wie gerade übrig ist. Gute Regler tun das stufenlos, einfache schalten nur ein und aus.

Der Speicher ist dabei die eigentliche Batterie – nur für Wärme. Ein 300-Liter-Speicher, den der Heizstab von 45 auf 65 °C hebt, nimmt rund 7 kWh zusätzlich auf – fast so viel, wie ein Vierpersonenhaushalt am Tag an Warmwasser braucht (im Modell 8,0 kWh mit Speicherverlusten). Was tagsüber gezapft wird, heizt der Stab gleich nach. Der Kessel bleibt aus, solange der Speicher warm genug ist.

Kann ein Heizstab mit Netzstrom laufen?

Ja – technisch ist er ein gewöhnlicher Verbraucher. Ein Heizstab nur mit Thermostat heizt, sobald das Wasser abkühlt, und nimmt dann Netzstrom für 35 Cent. Das ist rund 2,3-mal so teuer wie Wärme aus dem Gaskessel. Die Regelung sorgt dafür, dass er nur Überschuss bekommt; darum ist sie der Kern jeder Lösung und nicht Zubehör.

Ein Punkt wird oft übersehen: Der Kessel darf dem Heizstab nicht zuvorkommen. Heizt er den Speicher jeden Morgen auf 55 °C, bleibt für die Sonne wenig Platz. Stellen Sie die Warmwasserbereitung des Kessels darum auf den Abend und die Solltemperatur des Kessels auf 60 °C, keinesfalls unter 50 °C (siehe Abschnitt Legionellen).

Regelung: stufig oder stufenlos?

An der Regelung entscheidet sich, wie viel Überschuss ankommt. Drei Bauarten sind üblich:

  • Thermostat allein. Kein Bezug zur Solaranlage, heizt nach Temperatur. Für PV-Überschuss ungeeignet, weil er genauso gern Netzstrom nimmt.
  • Relais oder Schütz mit Schwelle. Ein Smart-Home-Schalter schaltet einen Heizstab mit fester Leistung zu, wenn der Überschuss dafür reicht. Günstig, aber zwei Schwächen: Unterhalb der Stabsleistung bleibt der Überschuss ungenutzt, und fällt er kurz unter die Schwelle, zieht der Stab die Differenz aus dem Netz. Die Patrone behält dabei ihren eigenen Temperaturregler und Sicherheitstemperaturbegrenzer; das Relais schaltet nur die Versorgung zu und darf beides nie ersetzen oder überbrücken. Für 2 bis 3 kW über Stunden gehört ein Schütz in den Verteiler – und das setzt ein eingetragener Elektroinstallationsbetrieb, nicht der Hausherr.
  • Stufenloser Leistungsregler. Er gibt dem Stab genau die Leistung, die übrig ist, ab wenigen Watt. Das leisten etwa AC ELWA 2, AC•THOR und novolto.
Stufig gegen stufenlos an einem OktobertagBeispieltag im Oktober mit 15,6 kWh Überschuss: Der stufenlose Regler nimmt 15,6 kWh auf, ein 2-kW-Heizstab am Relais nur 9,7 kWh, davon 0,2 kWh aus dem Netz.0 kW1 kW2 kW3 kW4 kWTagesmitteÜberschuss, stufenlos genutzt2-kW-Stab am Relais
Gold: der Überschuss eines mittleren Oktobertags, den ein stufenloser Regler bis 3,5 kW aufnimmt. Gestrichelt: ein 2-kW-Stab am Relais, ein ab 2,0 kW und aus unter 1,4 kW. Von 15,6 kWh Überschuss nimmt er 9,7 kWh auf, 0,2 kWh davon kommen aus dem Netz. Modellhafter Tag, kein Messwert.

Übers Jahr gerechnet nimmt ein stufenloser Regler im Modell 2.040 kWh Wärme auf, ein 2-kW-Stab am Relais 1.610 kWh – rund 21 Prozent weniger. Der Netzbezug des Relais ist mit 17 kWh im Jahr klein, die entgangene Wärme nicht. Ein Relais reicht, wenn der Überschuss an den meisten Tagen weit über der Stabsleistung liegt, also bei großen Anlagen und kleinem Stab.

Warum der Stab nicht zu groß sein darf

Ein 6-kW-Stab am Relais läuft an einer 10-kWp-Anlage nur an wenigen Tagen. Wer schaltet statt regelt, nimmt besser 2 kW. Ein stufenloser Regler macht die Stabsgröße fast gleichgültig.

Voraussetzungen: Speicher, Gewinde, Leistung, Messung

Frageworauf es ankommtso prüfen Sie es
SpeicherTrinkwasser- oder Pufferspeicher ab etwa 150 Liter; Emaille oder EdelstahlTypenschild am Speicher
Anschlussfreie Muffe oder Flansch mit 1 ½ Zoll (6/4″) – das gängige Maß für Elektro-HeizeinsätzeAnleitung des Speichers, Blindstopfen an der Seite
Einbaulängeder Stab muss in den Speicher passen; AC ELWA 2: 460 mm ab DichtflächeSpeicherdurchmesser gegen Datenblatt
Leistung2 bis 3,5 kW einphasig für Einfamilienhäuser; 9 kW nur dreiphasigStromkreis und Absicherung durch die Elektrofachkraft
MessungSensor am Netzanschlusspunkt oder Signal des WechselrichtersPV-Überschuss steuern
NetzwerkWLAN oder LAN am Aufstellort, wenn der Regler Daten empfängtHandy am Speicher
Zusammengestellt aus den Herstellerangaben in der Tabelle unten. Gewinde und Einbaulänge immer am eigenen Speicher nachmessen.

Hat Ihr Speicher keinen freien Anschluss, gibt es Flansche mit 1½-Zoll-Öffnung für die Revisionsöffnung. Das ist Sache des Heizungsbauers, weil der Speicher dafür entleert wird.

Legionellen und Speichertemperatur

Warmes Trinkwasser zwischen etwa 25 und 50 °C ist der Lebensraum von Legionellen. Das DVGW-Arbeitsblatt W 551 verlangt in Großanlagen – Speicher über 400 Liter oder mehr als 3 Liter Inhalt in einer Leitung zwischen Speicher und Zapfstelle – dauerhaft 60 °C am Speicheraustritt; wer als Vermieter eine solche Anlage betreibt, muss zudem regelmäßig auf Legionellen untersuchen lassen. Ein- und Zweifamilienhäuser gelten unabhängig von der Speichergröße als Kleinanlagen: Dort empfiehlt das Arbeitsblatt 60 °C, und unter 50 °C sollte der Speicher nie dauerhaft betrieben werden. Der Heizstab hilft: Er hebt den Speicher an sonnigen Tagen kostenlos über 60 °C. Er ersetzt aber keine Hygieneschaltung – nach trüben Tagen muss der Kessel einspringen können. Je heißer der Speicher, desto größer seine Wärmeverluste; bei mehr als 65 °C verkalkt der Stab zudem schneller (zur Verbrühung siehe unten).

Heizt der Stab den Speicher über 60 °C, kommt das Wasser auch so heiß aus dem Hahn. Ein thermostatisches Mischventil hinter dem Speicher begrenzt die Temperatur an den Zapfstellen – fragen Sie den Heizungsbetrieb beim Einbau danach, besonders wenn Kinder im Haus leben.

AC ELWA 2, AC•THOR, novolto und Heizpatrone im Vergleich

Vier Bauarten decken den Markt für Einfamilienhäuser ab. Die Tabelle nennt nur, was die Hersteller selbst angeben, und Preise als Spanne aus Shops. Eine Rangfolge gibt es nicht – welche passt, hängt an Speicher, Messung und Budget.

GerätLeistungRegelungAnschlussSchnittstellen und MessungPreis (Stand 21.10.2026)passt, wenn …
my-PV AC ELWA 20–3,5 kW, 230 VstufenlosG 1½“, Stab 460 mm, Regler am StabLAN, WLAN, RS485, PWM-Eingang; Messung über my-PV WiFi Meter oder kompatiblen Wechselrichter650–730 €, Meter 240–275 €… ein Speicher mit freier 1½“-Muffe da ist und alles in einem Gerät sitzen soll
my-PV AC•THOR0–3 kW, 230 VstufenlosRegler an der Wand, Stab separat (my-PV 3 kW oder vorhandener)Schutzkontaktstecker, bis 4 Temperaturfühler; Messung wie obenrund 800 €, Stab 180–240 €… schon ein Heizstab im Speicher steckt oder eine Heizmatte/Infrarotplatte geregelt werden soll
my-PV AC•THOR 9s0–9 kW, 3 × 230 Vstufenlos, drei Ausgänge à 3 kWRegler an der Wandwie AC•THOR, dreiphasig mit Nullleiternicht erhoben… großer Puffer- oder Kombispeicher und viel Überschuss, etwa ab 15 kWp
novolto P23002,3 kWstufenlos ab 20 W (Herstellerangabe)Muffe oder Flansch 1½“ (6/4″)Netzteil mit Schuko-Stecker, WLAN/LAN, App, MQTT; Messung über Shelly-Zähler, Tibber Pulse oder powerfox poweropti429 € (Herstellershop)… schon ein Zähler-Lesekopf oder Shelly-Messgerät da ist
Heizpatrone mit Thermostat am Relais2–3 kW, festein/ausmeist 1½“Relais oder Schütz plus eigene Messung180–380 € für die Patrone… der Überschuss an den meisten Tagen weit über der Stableistung liegt
Technische Daten aus den Herstellerseiten von my-PV und novolto (Links in den Quellen, abgerufen am 21.10.2026). Eine 3-kW-Ausführung „P3000“ war beim Hersteller an diesem Tag nicht gelistet; der novolto P2300 war als ausverkauft markiert. Preise inklusive Umsatzsteuer, ohne Einbau, aus Händlerangeboten – sie ändern sich schnell. Kein Gerät ist von uns getestet.

Kosten und Wirtschaftlichkeit: die Rechnung für 10 kWp

Gerechnet für ein Einfamilienhaus mit 10 kWp (rund 9.800 kWh im Jahr), 4.500 kWh Haushaltsstrom und vier Personen. Ohne Heizstab gehen davon 8.130 kWh als Überschuss ins Netz, von April bis September allein 6.330 kWh. Das Warmwasser braucht im selben Halbjahr nur 1.460 kWh – der Sommer hat also mehr Überschuss, als der Speicher fassen kann.

Überschuss einer 10-kWp-Anlage gegen den WarmwasserbedarfMonatlicher Solarüberschuss einer 10-kWp-Anlage bei 4.500 kWh Haushaltsverbrauch gegen den Warmwasserbedarf von vier Personen, in kWh, auf 10 gerundet: Jan 130 gegen 250; Feb 270 gegen 220; Mär 620 gegen 250; Apr 950 gegen 240; Mai 1.140 gegen 250; Jun 1.150 gegen 240; Jul 1.210 gegen 250; Aug 1.070 gegen 250; Sep 800 gegen 240; Okt 490 gegen 250; Nov 190 gegen 240; Dez 100 gegen 250.Überschuss, kWhWarmwasserbedarf, kWh130250Jan270220Feb620250Mär950240Apr1140250Mai1150240Jun1210250Jul1070250Aug800240Sep490250Okt190240Nov100250Dez
Gold der Überschuss, grau der Warmwasserbedarf. Von April bis September übersteigt der Überschuss den Bedarf um ein Vielfaches; von November bis Januar reicht er nicht. Der Heizstab nimmt im Modell 2.040 kWh im Jahr auf, das sind 70 Prozent des Warmwassers.

Der Rechenweg

  1. Warmwasserbedarf: 4 Personen × 40 Liter × 35 K × 1,163 Wh je Liter und Kelvin = 6,5 kWh am Tag, dazu 60 Watt Bereitschaftsverlust eines 300-Liter-Speichers = 1,4 kWh. Zusammen 2.900 kWh im Jahr. Die Literzahl ist eine Annahme – messen Sie Ihren Verbrauch, wenn Sie es genau wissen wollen.
  2. Überschuss: Monatsertrag nach der Verteilung unserer Ertragsseiten, Tagesverlauf als Bogen, Haushaltslast nach dem Standardlastprofil H0 im Jahreslauf; je Monat trübe, mittlere und sonnige Tage. Der Direktverbrauch passt zum Modell der Methodik.
  3. Heizstab: nimmt je Tag höchstens den Tagesbedarf auf – den Übertrag in den nächsten Tag rechnen wir vorsichtshalber nicht an. Ergebnis: 2.040 kWh im Jahr stufenlos, 1.610 kWh mit 2-kW-Relais.
  4. Wert je kWh: ersetzter Brennstoff minus entgangene Vergütung. Gas: 12 Cent ÷ 80 % = 15,0 Cent, minus 7,70 Cent = 7,3 Cent.
Heute erzeugt das Warmwasser …AnnahmeWert je Heizstab-kWhErsparnis im JahrAmortisation bei 1.400 €
Gas-BrennwertkesselGas 12 ct, Kessel im Sommer 80 %7,3 ct150 €9,5 Jahre
älterer GaskesselGas 12 ct, Kessel im Sommer 65 %10,8 ct220 €6,5 Jahre
Ü20-Anlage, Gaskesselwie oben, statt Vergütung Marktwert 3,79 ct11,2 ct230 €6 Jahre
WärmepumpeArbeitszahl 2,8 für Warmwasser, Strom 35 ct4,8 ct100 €14,5 Jahre
Elektro-Speicher, 35 ctNetzstrom 35 ct27,3 ct560 €2,5 Jahre
Elektro-Speicher, 30 ctNetzstrom 30 ct22,3 ct450 €3 Jahre
Stufenloser Regler, 2.040 kWh Heizstab-Wärme im Jahr. Investition: Mitte der Spanne für AC ELWA 2, WiFi Meter und Einbau (1.190–1.605 €). Gaspreis 12 Cent je kWh als projektweite Annahme; Kesselwirkungsgrad im Sommerbetrieb offen angesetzt, nicht gemessen. Ohne Wartung, Verkalkung und Ersatz des Stabs.
Ersparnis eines Heizstabs je Jahr nach HeizsystemJährliche Ersparnis eines stufenlos geregelten Heizstabs an einer 10-kWp-Anlage, vier Personen, in Euro: Gas-Brennwertkessel 150, älterer Gaskessel 220, Ü20-Anlage mit Gaskessel 230, Wärmepumpe 100, Elektro-Warmwasser bei 35 Cent 560, bei 30 Cent 450.150 €Gas-Brennwert220 €ältererGaskessel230 €Ü20 +Gas100 €Wärme-pumpe560 €Elektro35 ct450 €Elektro30 ct
Mit Gas-Brennwertkessel bringt der Heizstab 150 Euro im Jahr, mit einem älteren Kessel 220, nach dem Förderende 230. Am meisten spart er bei elektrischem Warmwasser, am wenigsten neben einer Wärmepumpe (100 Euro).

Für den Normalfall – Gas-Brennwertkessel, Anlage in der Förderung – heißt das: Die stufenlose Komplettlösung für rund 1.400 Euro bezahlt sich in etwa 9,5 Jahren. Die günstigere Variante mit novolto und einer vorhandenen Messung (rund 880 Euro mit Einbau) braucht rund 6 Jahre. Mit einem 2-kW-Stab am Relais bleiben nur 110 Euro im Jahr, weil weniger Überschuss ankommt.

Warum der Strompreis in der Gas-Rechnung nicht vorkommt: Der Heizstab verbraucht Solarstrom, den Sie ohnehin nicht selbst nutzen würden. Ob Netzstrom 30 oder 35 Cent kostet, ändert daran nichts. Nur wenn Ihr Warmwasser heute mit Netzstrom entsteht, zählt er: bei 35 Cent 560 Euro im Jahr, bei 30 Cent 450 Euro.

Und mit Öl? Dieselbe Rechnung mit Ihrem Ölpreis: Ein Liter Heizöl enthält rund 10 kWh. Rechenbeispiel mit 1 Euro je Liter (setzen Sie Ihren Preis ein) und 80 Prozent Kesselwirkungsgrad ersetzt eine Heizstab-Kilowattstunde dann 12,5 Cent Öl – fast dasselbe Ergebnis wie beim Gas. Ältere Ölkessel laufen im Sommer oft schlechter; dann gilt eher die Zeile „älterer Gaskessel“.

Umsatzsteuer: in der Regel 19 Prozent

Der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG gilt für Module, Speicher und die „wesentlichen Komponenten“ einer Photovoltaikanlage – das Bundesfinanzministerium nennt etwa Wechselrichter, Dachhalterung und Energiemanagement-System. Stromverbraucher für den erzeugten Strom gehören ausdrücklich nicht dazu; als Beispiele nennt das BMF Ladeinfrastruktur, Wärmepumpe und Wasserstoffspeicher (Abschnitt 12.18 Abs. 9 UStAE). Ein Heizstab ist ein solcher Verbraucher, wir rechnen deshalb mit 19 Prozent. Anders kann es sein, wenn ein Fachbetrieb den Heizstab im selben Auftrag wie die Anlage liefert und einbaut und beides eine einheitliche Leistung bildet. Ob ein separater Regler als Energiemanagement-System zählt, hängt vom Gerät ab. Das ist keine Steuerberatung – im Zweifel fragen Sie Ihren Steuerberater. Mehr unter Photovoltaik und Steuern.

Heizstab, Batteriespeicher oder Brauchwasser-Wärmepumpe?

Alle drei nutzen denselben Überschuss, aber mit sehr verschiedenem Wert je Kilowattstunde:

  • Batteriespeicher: Jede gespeicherte Kilowattstunde ersetzt Netzstrom, ist also 27,3 Cent wert – rund 3,7-mal so viel wie eine Heizstab-Kilowattstunde neben dem Gaskessel. Dafür kostet er pro Kilowattstunde Kapazität mehrere hundert Euro. Ob er sich trägt, rechnet PV-Anlage mit Speicher offen vor.
  • Brauchwasser-Wärmepumpe: macht aus einer Kilowattstunde Strom etwa drei Kilowattstunden Wärme, das ganze Jahr. Sie ersetzt den Kessel für Warmwasser auch im Winter – kostet aber laut Stiftung Warentest 2.400 bis 3.400 Euro ohne Einbau (Geräte mit 260 bis 300 Litern, Stand April 2026).
  • Heizstab: der billigste Weg, Überschuss zu nutzen, aber mit dem niedrigsten Wert je Kilowattstunde. Er ergänzt einen Batteriespeicher gut, weil er erst den Rest nimmt, den der Speicher nicht mehr fassen kann.
Heizstab, Speicher oder Wärmepumpe: welcher Weg passtEntscheidungsbaum. Erste Frage: Wie entsteht Ihr Warmwasser heute? Mit Netzstrom: Heizstab mit Regelung, bezahlt sich in rund 2,5 Jahren. Mit Wärmepumpe: kein Heizstab, Wärmepumpe über Überschusssignal ansteuern. Mit Solarthermie: kein Heizstab. Mit Gas oder Öl: zweite Frage, ob die Anlage aus der Förderung fällt oder der Kessel alt ist. Wenn ja, Heizstab mit rund 6 Jahren Amortisation. Wenn nein, erst Batteriespeicher prüfen; ein Heizstab braucht dann rund 9,5 Jahre, in der günstigen Variante rund 6.Wie entsteht Ihr Warmwasser heute?NetzstromWärmepumpeSolarthermieGas oder ÖlHeizstab mitRegelung: lohnt(≈ 2,5 Jahre)kein Heizstab:Wärmepumpe perÜberschuss steuernkein Heizstab:Speicher ist imSommer schon warmAnlage aus derFörderung oderKessel alt?janeinHeizstab lohnt eher(≈ 6 Jahre)knapp: erstBatteriespeicherprüfen; Stab≈ 9,5 Jahre,günstig ≈ 6
Die erste Frage entscheidet fast alles: Was ersetzt der Heizstab? Amortisationen aus der Rechnung oben, Mitte der Preisspannen.

Haben Sie Speicher und Heizstab, legt die Steuerung die Reihenfolge fest: erst der Haushalt, dann der Batteriespeicher, dann der Heizstab. Wie Sie das einrichten – auch zusammen mit Wallbox und Wärmepumpe –, steht unter PV-Überschuss steuern. Wer einen Hoymiles-Wechselrichter lokal auslesen will, findet den Weg unter OpenDTU. Mit Wärmepumpe ist der bessere Weg, die Wärmepumpe selbst über ihr Überschusssignal zu steuern: Wärmepumpe mit Photovoltaik. Den Überblick über alle Wege zum Warmwasser gibt Warmwasser mit Photovoltaik.

Installation: was Sie selbst tun können und was der Fachbetrieb macht

Arbeiten an 230 und 400 Volt nur durch eine Elektrofachkraft

Neue Stromkreise, Anschlüsse im Zählerschrank und Messwandler gehören in die Hand eines Elektroinstallateurs. Nach § 13 Abs. 2 NAV dürfen Anlagen hinter der Hausanschlusssicherung nur vom Netzbetreiber oder von einem Installateur errichtet und geändert werden, der in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist. Das schützt Sie und Ihren Versicherungsschutz.

Arbeitwerwarum
Gerät auswählen, Speicher und Gewinde prüfenSie selbstTypenschild und Datenblatt reichen
Heizstab in den Speicher einbauenHeizungs- oder Sanitärbetrieb, beim Trinkwasserspeicher ein beim Wasserversorger eingetragener InstallateurSpeicher entleeren, Muffe abdichten, Trinkwasser nicht verunreinigen (§ 12 Abs. 2 AVBWasserV)
Stromkreis, Absicherung, Messwandler im Zählerschrankeingetragener Elektroinstallationsbetrieb§ 13 Abs. 2 NAV; vor dem Zähler liegt Spannung an, die sich nicht abschalten lässt. Ein dreiphasiger Heizstab ist dem Netzbetreiber mitzuteilen (§ 19 Abs. 2 NAV).
Gerät mit Stecker an vorhandene SteckdoseSie selbst – Steckdose vorher prüfen lassenEin Stab mit 2,3 bis 3 kW belastet Steckdose und Leitung stundenlang
Lesekopf am Stromzähler, App einrichtenSie selbstkein Eingriff in die Elektrik
Kessel auf Abendladung und Solltemperatur umstellenSie selbst oder Heizungsbetriebsonst nimmt der Kessel dem Heizstab die Arbeit
Typische Aufteilung; maßgeblich ist die Anleitung des Herstellers. Gerade Geräte mit Schuko-Stecker wirken wie „einstecken und fertig“ – die Dauerlast ist es nicht.

Einen Installationsbetrieb, der Photovoltaik und Elektrik aus einer Hand macht, finden Sie über unsere Anfrage: Angebote für die Installation anfragen – kostenlos. Sie sehen vor dem Absenden, welche Betriebe Ihre Anfrage erhalten.

Sonderfall Ü20-Anlage: nach dem Förderende lohnt der Heizstab mehr

Nach zwanzig Jahren endet die feste Einspeisevergütung. Der Netzbetreiber zahlt dann nur noch den Jahresmarktwert Solar abzüglich einer Vermarktungspauschale – für 2025 waren das 4,51 minus 0,72 Cent, also rund 3,79 Cent je Kilowattstunde. Damit sinkt, was dem Heizstab entgeht, und jede Heizstab-Kilowattstunde ist neben dem Gaskessel 11,2 statt 7,3 Cent wert.

Für eine ältere Anlage mit gleichem Überschuss heißt das 230 statt 150 Euro im Jahr und eine Amortisation von etwa 6 Jahren. Ältere Anlagen sind oft kleiner und liefern weniger Überschuss – die Richtung bleibt: Nach dem Förderende ist jeder Eigenverbrauch mehr wert. Was sonst nach 20 Jahren zu tun ist, steht unter Förderende nach 20 Jahren; den eigenen Fall rechnet der Förderende-Rechner.

Wer ohnehin über neue Module nachdenkt: Ein Modultausch bringt keine neuen zwanzig Jahre Vergütung, siehe Repowering. Für eine Ü20-Anlage können Sie Angebote für Weiterbetrieb, Speicher oder Austausch einholen: Angebote für die Altanlage anfragen. Sie sehen vor dem Absenden, welche Betriebe Ihre Anfrage erhalten.

Häufige Fragen zum Heizstab mit PV-Überschuss

Wie viel spart ein Heizstab mit PV-Überschuss im Jahr?

An einer 10-kWp-Anlage mit vier Personen im Modell rund 150 Euro, wenn er einen Gas-Brennwertkessel entlastet, und rund 560 Euro, wenn er elektrisches Warmwasser ersetzt. Entscheidend ist, was er ersetzt, nicht der Strompreis.

Was ist der Unterschied zwischen AC ELWA 2 und AC•THOR?

Der AC ELWA 2 ist Heizstab und Regler in einem Gerät (0 bis 3,5 kW). Der AC•THOR ist nur der Regler (0 bis 3 kW) und steuert einen separaten Heizstab, eine Heizmatte oder eine Infrarotplatte. Den AC•THOR nimmt, wer schon einen Heizstab im Speicher hat oder mehrere Wärmeverbraucher regeln will.

Brauche ich für einen Heizstab einen Smart Meter?

Sie brauchen eine Messung, die den Überschuss am Netzanschlusspunkt kennt: einen eigenen Zähler mit Stromwandlern, das Signal Ihres Wechselrichters oder einen Lesekopf am Stromzähler. Einen intelligenten Zähler des Netzbetreibers brauchen Sie dafür nicht. Einzelheiten: PV-Überschuss steuern und Smart Meter.

Kann ich den Heizstab selbst einbauen?

Das Einschrauben in den Speicher ist Arbeit für den Heizungsbetrieb, Stromkreis und Zählerschrank sind Sache eines eingetragenen Elektroinstallationsbetriebs (§ 13 Abs. 2 NAV). Selbst erledigen können Sie Auswahl, Lesekopf und die Einstellungen in der App.

Läuft der Heizstab auch im Winter?

Kaum. Von November bis Januar reicht der Überschuss einer 10-kWp-Anlage im Modell nicht für den Warmwasserbedarf; dann übernimmt der Kessel. Der Heizstab ist ein Sommer- und Übergangsgerät.

Heizstab oder Batteriespeicher – was zuerst?

Eine gespeicherte Kilowattstunde ist neben einem Gaskessel rund 3,7-mal so viel wert wie eine Heizstab-Kilowattstunde, kostet aber ein Vielfaches. Wer beides hat, lädt erst den Speicher und gibt den Rest an den Heizstab.

Gilt für den Heizstab der Nullsteuersatz?

In der Regel nicht. Das BMF zählt Stromverbraucher für den erzeugten Strom ausdrücklich nicht zu den wesentlichen Komponenten einer Photovoltaikanlage und nennt als Beispiele Ladeinfrastruktur und Wärmepumpe; ein Heizstab ist ein solcher Verbraucher. Eine Ausnahme ist möglich, wenn er als Teil einer einheitlichen Leistung zusammen mit der Anlage geliefert und eingebaut wird. Keine Steuerberatung – im Einzelfall Steuerberater fragen.

Lohnt sich ein Heizstab neben einer Wärmepumpe?

Selten. Die Wärmepumpe macht aus einer Kilowattstunde Strom etwa drei Kilowattstunden Wärme, der Heizstab nur eine. Besser ist es, die Wärmepumpe selbst bei Überschuss laufen zu lassen.

Quellen

Wenn die Rechnung für Sie aufgeht: Angebote für Heizstab und Überschussregelung anfragen. Sie sehen vor dem Absenden, welche Betriebe Ihre Anfrage erhalten.

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