Speicher-Rechner: welche Größe sich noch lohnt
Sieben Speichergrößen nebeneinander: Autarkie, zusätzlich genutzter Strom und der Punkt, ab dem jede weitere Kilowattstunde Kapazität nichts mehr einbringt.
Hervorgehoben ist die Größe mit dem höchsten Überschuss über 15 Jahre.
Ein Speicher bringt Autarkie – aber nicht jede Kilowattstunde Kapazität verdient ihr Geld. Der Rechner stellt sieben Größen nebeneinander und zeigt, wo der wirtschaftliche Punkt liegt.
Wie Sie die Tabelle lesen
Entscheidend ist nicht die Zeile mit der höchsten Autarkie, sondern die letzte, in der die Amortisation noch unter der Lebensdauer liegt. Alles darunter ist Komfort, den Sie bezahlen – was legitim ist, aber keine Investition.
Eine Kilowattstunde nutzbare Kapazität je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch. Für 4.000 Kilowattstunden sind das vier bis fünf – genau dort, wo die goldene Säule im Diagramm abknickt. Die Regel ist kein Daumenwert, sie ist das Ergebnis.
Was der Rechner annimmt
| Annahme | Wert | Warum |
|---|---|---|
| Nutzbare Kapazität | wie eingegeben | Nicht die Nennkapazität – bei Lithium liegen 5 bis 10 Prozent dazwischen |
| Wirkungsgrad des Umwegs | 90 % | Zelle plus Batteriewechselrichter plus Standby |
| Vollzyklen im Jahr | 250 | Mehr schafft ein Heimspeicher in Deutschland kaum |
| Lebensdauer | 15 Jahre | Kalendarisch, nicht durch Zyklen begrenzt |
| Strompreis | 35 ct | Bundesnetzagentur, Haushaltstarife |
| Einspeisevergütung | 7,70 ct | Neuanlagen bis 10 kW – der Speicher spart nur die Differenz |
Die vollständige Rechnung zu den Kosten je gespeicherter Kilowattstunde steht unter Was ein Speicher kostet, die Autarkiekurve unter Eigenverbrauch und Autarkie.
Was der Rechner nicht kann
- Er kennt Ihr Lastprofil nicht. Gerechnet wird mit dem Standardlastprofil H0. Wer tagsüber zu Hause arbeitet, braucht weniger Speicher; wer erst abends kommt, mehr.
- Er kennt Ihre Wärmepumpe nicht. Sie verschiebt den Verbrauch in den Winter, wo der Speicher kaum hilft – siehe Speicher und Wärmepumpe.
- Er rechnet keine Notstromfunktion. Die bringt wirtschaftlich nichts und gehört in eine getrennte Entscheidung, siehe Notstrom.
- Er kennt keinen dynamischen Tarif. Der erhöht den Durchsatz deutlich – siehe dynamischer Tarif.
Häufige Fragen
Warum ist mein Ergebnis schlechter als beim Anbieter?
Meist wegen zweier Annahmen: Viele Anbieter rechnen die Ersparnis mit dem vollen Strompreis statt mit der Differenz zur Einspeisevergütung, und sie unterstellen mehr Vollzyklen als realistisch. Beides zusammen macht leicht den Faktor zwei aus.
Lohnt sich ein Speicher überhaupt?
Bei günstigem Einkauf und hohem Eigenverbrauch ja, knapp. Bei teurem Einkauf nicht. Die Rechnung im Detail steht unter Speicherkosten.
Kann ich später erweitern?
Bei vielen Systemen ja, aber nicht mit älteren Modulen mischen – der schwächste bestimmt den Verbund. Planen Sie lieber gleich die passende Größe.
Was ist mit einem Speicher fürs Balkonkraftwerk?
Andere Größenordnung und andere Rechnung, siehe Speicher am Balkonkraftwerk.
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- Wirtschaftlichkeitsrechner – Ertrag, Eigenverbrauch, Ersparnis
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Quellen und Rechenweg
- Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung 20.08.2026
- Standardlastprofil H0 der Verteilnetzbetreiber
- Bundesnetzagentur – Strompreise und Vergütungssätze
- Methodik – jede Formel und jede Annahme dieser Rechner