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Ratgeber · Photovoltaik

Photovoltaik: der Ablauf von der Anfrage bis zur Anmeldung

Sechs Schritte mit ihren tatsächlichen Dauern – wer was macht, was den Zeitplan bremst und was Sie selbst erledigen müssen.

Redaktion: René LindelaubStand 26. September 20263 Minuten LesezeitSo rechnen wir

Zwischen dem ersten Angebot und der ersten vergüteten Kilowattstunde vergehen meist acht bis sechzehn Wochen. Die Montage selbst dauert davon zwei bis drei Tage. Der Rest ist Warten – und ein Teil davon lässt sich verkürzen.

Wie lange die Schritte dauernDauer je Schritt in Wochen: Angebote einholen 1 bis 3, Vor-Ort-Termin und Angebot 1 bis 3, Vergleichen 1 bis 2, Netzanschlussantrag 2 bis 6, Montage 1, Zählerwechsel und Anmeldung 2 bis 8.Angebote einholen1 bis 3 WochenVor-Ort-Termin1 bis 3 WochenEntscheiden1 bis 2 WochenNetzantrag2 bis 6 WochenMontage1 WocheZähler, Anmeldung2 bis 8 Wochen
Typische Dauer je Schritt in Wochen. Die Spannen überlappen sich teilweise: Während der Netzanschlussantrag läuft, kann die Montage schon terminiert werden.

Die sechs Schritte

  1. Angebote einholen (1 bis 3 Wochen). Drei Betriebe anfragen, mit denselben Angaben zu Verbrauch, Dach und Wünschen. Über unser Formular sehen Sie vor dem Absenden, welche Betriebe Ihre Anfrage erhalten.
  2. Vor-Ort-Termin und Angebot (1 bis 3 Wochen). Der Betrieb sieht sich Dach, Zählerschrank und Leitungswege an. Ein Angebot ohne Vor-Ort-Termin ist eine Schätzung, kein Angebot.
  3. Vergleichen und entscheiden (1 bis 2 Wochen). Nicht die Endsumme vergleichen, sondern den Preis je Kilowatt peak und den Lieferumfang – siehe Angebot prüfen.
  4. Netzanschlussantrag (2 bis 6 Wochen). Der Betrieb stellt ihn, der Netzbetreiber prüft. Das ist der Schritt mit der größten Streuung – manche Netzbetreiber antworten in Tagen, andere in Wochen.
  5. Montage und Elektroarbeiten (etwa eine Woche). Zwei bis drei Tage auf dem Dach, ein Tag im Zählerschrank. Das Gerüst steht meist ein paar Tage länger.
  6. Zählerwechsel und Anmeldung (2 bis 8 Wochen). Der Messstellenbetreiber setzt den Zweirichtungszähler, Sie melden die Anlage im Marktstammdatenregister – siehe Inbetriebnahme.
Die Vergütung läuft ab der Inbetriebnahme, nicht ab dem Zählerwechsel

Wenn der Messstellenbetreiber sechs Wochen braucht, ist das ärgerlich, aber nicht teuer: Die Vergütung wird rückwirkend ab dem Inbetriebnahmedatum gezahlt. Lassen Sie sich dieses Datum im Inbetriebsetzungsprotokoll bestätigen.

Zwei Monteure tragen ein Solarmodul über ein Ziegeldach
Zwei Monteure tragen ein Solarmodul über ein Ziegeldach · Foto: Fotolia, Bildarchiv solarstromerzeugung.de

Was den Zeitplan bremst

  • Der Netzbetreiber. Die größte Unbekannte. Bei knappen Netzen kann es zu Rückfragen oder Auflagen kommen.
  • Das Gerüst. Gerüstbauer sind im Frühjahr ausgebucht. Wer im Winter baut, bekommt schneller einen Termin.
  • Lieferzeiten bei Speichern. Module sind verfügbar, Speicher und bestimmte Wechselrichter nicht immer.
  • Der Zählerwechsel. Liegt außerhalb Ihres Einflusses und außerhalb des Einflusses des Fachbetriebs.
  • Sie selbst. Der häufigste Grund für Verzögerungen ist die Entscheidung zwischen den Angeboten. Setzen Sie sich eine Frist.

Was Sie selbst erledigen müssen

  • Die drei Angebote einholen und vergleichen
  • Den Vertrag prüfen und unterschreiben – siehe Vertrag
  • Bei der Abnahme dabei sein und das Protokoll prüfen
  • Die Anlage im Marktstammdatenregister eintragen, innerhalb eines Monats
  • Die Versicherung anpassen – siehe Versicherung

Häufige Fragen

Kann ich den Ablauf beschleunigen?

An drei Stellen: durch schnelle Entscheidung, durch frühe Anfrage beim Netzbetreiber und durch Bauen außerhalb der Hochsaison. Auf Zählerwechsel und Netzbetreiberprüfung haben Sie keinen Einfluss.

Muss ich während der Montage zu Hause sein?

Nicht die ganze Zeit, aber am Tag der Elektroarbeiten und bei der Abnahme. Der Strom wird zeitweise abgeschaltet.

Was passiert, wenn der Betrieb den Termin nicht hält?

Ein vereinbarter Fertigstellungstermin ist verbindlich, wenn er im Vertrag steht. Ohne Termin im Vertrag haben Sie wenig in der Hand – deshalb gehört er hinein.

Mehr zu Planung und Kauf

Quellen

  • VDE-AR-N 4105 – Anmeldeverfahren beim Netzbetreiber
  • EEG – Inbetriebnahmedatum und Vergütungsbeginn
  • Dauerangaben: eigene Auswertung abgewickelter Projekte und Betriebsangaben, Stand September 2026

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Sieben Fragen, zwei Minuten. Danach melden sich höchstens drei Fachbetriebe — welche es sind, sehen Sie namentlich, bevor Sie absenden. Und nur, wenn Sie zustimmen.

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