Zum Inhalt springen
Kostenlose Beratung: 03381 2689168 Sie sind Fachbetrieb für Photovoltaik? Partner werden und Anfragen erhalten
Angebote vergleichen
Ratgeber · Photovoltaik

Komponenten einer Photovoltaikanlage: alle Bauteile

Module, Unterkonstruktion, Wechselrichter, Verkabelung, Zählerschrank: was jedes Teil tut, was es kostet und wie lange es hält.

Redaktion: René LindelaubStand 27. September 20263 Minuten LesezeitSo rechnen wir

Eine Photovoltaikanlage besteht aus fünf Gruppen von Bauteilen. Vier davon halten so lange wie die Anlage selbst, eines nicht – und genau dieses eine wird beim Kalkulieren am häufigsten vergessen.

Die Bauteile und was sie tun

BauteilAufgabeAnteil am PreisHält
Moduleerzeugen den Gleichstrom20 %25–30 Jahre
Unterkonstruktionträgt die Module und leitet Wind- und Schneelast ab26 %25–30 Jahre
Verkabelungverbindet Module und Wechselrichter6 %25–30 Jahre
Wechselrichtermacht netzkonformen Wechselstrom daraus10 %10–15 Jahre
Zählerschranknimmt Einspeisung und Zweirichtungszähler auf8 %30–40 Jahre
Anteile einer schlüsselfertigen Aufdachanlage; der Rest entfällt auf Gerüst, Planung, Anmeldung und Marge. Quelle: Fraunhofer ISE: Aktuelle Fakten zur Photovoltaik in Deutschland, Fassung 20.08.2026, ergänzt um eigene Auswertung von Angeboten.

Auffällig ist das Verhältnis: Die Module, über die am meisten geredet wird, machen nur ein Fünftel des Preises aus. Der größere Posten ist die Unterkonstruktion samt Montage – also Arbeit. Deshalb sinken die Anlagenpreise langsamer als die Modulpreise.

Zwei Monteure richten ein Solarmodul auf einem Flachdach aus
Zwei Monteure richten ein Solarmodul auf einem Flachdach aus · Foto: Fotolia, Bildarchiv solarstromerzeugung.de

Das eine Bauteil mit begrenzter Lebensdauer

Wie lange die Bauteile haltenNutzungsdauer in Jahren: Module 25 bis 30, Unterkonstruktion 25 bis 30, Verkabelung 25 bis 30, Wechselrichter 10 bis 15, Zählerschrank 30 bis 40.Module25 bis 30 JahreUnterkonstruktion25 bis 30 JahreVerkabelung25 bis 30 JahreWechselrichter10 bis 15 JahreZählerschrank30 bis 40 Jahre
Nutzungsdauer der Bauteile. Der Wechselrichter fällt heraus: Er enthält Leistungselektronik und Elektrolytkondensatoren und wird nach 10 bis 15 Jahren getauscht. Alles andere überdauert die Anlage.

Rechnen Sie den Tausch von Anfang an ein: rund 1.000 bis 1.500 Euro nach etwa zwölf Jahren. Unsere Amortisationskurve tut das; viele Angebotsrechnungen tun es nicht.

Was oft dazugehört, aber nicht immer im Angebot steht

  • Überspannungsschutz auf Gleich- und Wechselstromseite, 300 bis 700 Euro – schützt gegen die häufigste Schadensursache, siehe Blitzschutz.
  • DC-Freischalter, damit sich die Gleichstromseite trennen lässt.
  • Zweirichtungszähler – stellt der Messstellenbetreiber, kostet ein jährliches Entgelt.
  • Leistungsoptimierer bei Teilverschattung, 60 bis 120 Euro je Modul – siehe Verschattung.
  • Speicher mit eigener Elektronik, 270 bis 420 Euro je Kilowattstunde – siehe Stromspeicher.
  • Erdung und Potentialausgleich der metallischen Teile.
Die Kette ist so gut wie ihr schwächstes Glied

Ein hochwertiges Modul an einer billigen Unterkonstruktion hält nicht länger als die Unterkonstruktion. Fragen Sie im Angebot nach dem Hersteller des Montagesystems – er steht seltener drin als der Modulhersteller und entscheidet über Dichtigkeit und Standsicherheit für die nächsten 25 Jahre.

Häufige Fragen

Kann ich Bauteile einzeln kaufen?

Technisch ja, wirtschaftlich selten sinnvoll. Sie verlieren die einheitliche Gewährleistung: Bei einem Mangel streiten Lieferant und Monteur, wer schuld ist – siehe Fachbetrieb finden.

Müssen alle Module gleich sein?

In einem String ja – Spannung und Strom müssen zusammenpassen. Über mehrere Strings hinweg können die Module unterschiedlich sein, wenn der Wechselrichter getrennte Eingänge hat.

Was ist der teuerste Einzelposten?

Die Arbeit. Unterkonstruktion und Montage machen zusammen rund ein Viertel aus, dazu kommen Elektroinstallation, Gerüst und Anmeldung. Reines Material ist weniger als die Hälfte der Rechnung.

Die Bauteile im Einzelnen

Quellen

Bereit für Angebote?

Jetzt vergleichen, was Ihr Dach kostet

Sieben Fragen, zwei Minuten. Danach melden sich höchstens drei Fachbetriebe — welche es sind, sehen Sie namentlich, bevor Sie absenden. Und nur, wenn Sie zustimmen.

Kostenlos und unverbindlich. Welche Betriebe Ihre Anfrage erhalten, sehen Sie im Formular, bevor Sie es absenden.

Angebote vergleichen